Chinesische Gemeinde: Ein Ort, wo Gott zuhause ist

- Mitglieder feiern in eigenem Glaubenshaus

RUHR NACHRICHTEN - DORTMUNDER ZEITUNG

Dienstag, 5. November 2013

 

Vier Jahre ist es her, dass Tu Liping und ihr Ehemann Chao Yu mit einem Dutzend anderer Chinesen die Chinesische Allianz-Gemeinde Dortmund gegründet haben. Jetzt haben sie ihr eigenes Gemeindezentrum gekauft, das ehemalige Gebäude der Stadtmission in der Junggesellenstraße. Am Sonntag hat es die Gemeinde mit einem Gottesdienst eingeweiht.

 

Rund 160 Gäste kamen zu der Feier, darunter Unterstützer aus den USA, Frankreich und China. Dabei drehte sich alles um das neue Glaubenshaus. „Danken wir für dieses Haus, hier wohnt die Ehre Gottes“, sagte Pfarrer Gotthard Oblau aus Essen. Die Predigt hielt Pfarrer Vernon Rehmann, Vertreter der Missions-Allianz-Kirche Deutschland: „Ich wünsche mir, dass Dortmund ein Ort ist, wo Gott zu Hause ist, weil ihr hier seid“, sagte Rehmann. Bevor die Gemeinde ihr eigenes Haus beziehen konnte, feierte sie zunächst Gottesdienste

in der St. Marienkirche. Dann zog sie als Gastgemeinde in die Stadtmission.

 

Beten auf Chinesisch

Gebetet, gesungen und gepredigt wird in der Regel auf Chinesisch – und dann ins Deutsche übersetzt. Denn rund ein Drittel der Gottesdienstbesucher ist deutsch. Von dem anderthalbstündigen Gottesdienst gehören mindestens zehn Minuten nur den Kindern. Sie

werden bewusst in den Gottesdienst mit einbezogen – entweder mit einem Lied oder einer Geschichte.

 

Deutschkurse

Die Chinesische-Allianz-Gemeinde, eine evangelische Gemeinde, feiert mehr als nur Gottesdienst. Jeden Samstag werden Chinesisch-Kurse für Kinder angeboten. Deutschkurse gibt es für diejenigen, die noch nicht so lange in Deutschland sind, besonders

für chinesische Flüchtlinge. „So können sie sich besser in die Gemeinschaft integrieren“, erklärt Pfarrerin und Gemeinde-Gründerin Tu Liping.

 

Außerdem gibt es Bibelkreise für Austauschstudenten aus China und eine Mama-Gruppe. „Hier kochen sie zusammen und können über die Familie reden, wenn es Probleme gibt“, sagt Tu Liping.

 

Die chinesischen Gemeindemitglieder kommen übrigens nicht alle aus Dortmund: Viele kommen aus Köln, Düsseldorf, Münster oder Recklinghausen.

DORTMUNDER ZEITUNG, Dienstag, 5. November 2013
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